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Nachruf, Suse Schubert

Wir alle, die Suse Schubert gekannt haben, waren völlig überrascht und schockiert von ihrem plötzlichen Tod. Sie gehörte so fest in unseren Gemeindealltag, vieles hatte sie still und leise in die Hand genommen, erledigt und bedacht. Ihr Neffe sagte zu ihrem Abschied: „Liebe Suse, du wolltest nie im Mittelpunkt stehen….“

Ja Suse Schubert wollte nicht im Mittelpunkt stehen, aber sie war dennoch in unserem Gemeindeleben ein Mittelpunkt, so etwas wie ein geheimer Mittelpunkt. Das gemeinsame Bibellesen hat sie mit aller Kraft unterstützt, sie hat die Organi­sation für das meditative Tanzen übernommen und die Sturzprophylaxe vom Krankenpflegeförderverein durchgesetzt. Überhaupt war sie als Schatzmeisterin des Krankenpflegefördervereins, diejenige, die diesen Verein vorangetrieben hat. Viele Vorhaben der Gemeinde hat sie unterstützt, auch mit überaus großzügigen finanziellen Spenden. Niemals durfte bekannt werden, dass sie diejenige war, von der die Spende kam.

Eines Tages kam Suse Schubert im Pfarramt vorbei. Sie war auf einer großen Pilger­wanderung gewesen, und erzählte mir begeistert davon. Dort wurde jeden Morgen vor dem Aufbruch ein Kanon gemeinsam gesungen. Und da hat sie mir im Flur, neben dem Kopierer, den Kanon vorgesungen, der ihr jeden Tag die Kraft vermittelte, die nächste Etappe weiter zu wandern.

„Jeden Morgen den Aufbruch wagen, jeden Tag nach Neuland fragen, andern Begleiter sein! Einander Segen sein, Segen sein.“ Diesen Segen, hat sie reichlich ausgeteilt.

Ich gedenke Ihrer in großer Dankbarkeit und ich weiß, wie viele von uns sie sehr vermissen! Friederike Weltzien

Letzte Änderung amMittwoch, 08 April 2020 10:49