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Flüchtlingsarbeit

Neues aus der Flüchtlingsarbeit…?

eigentlich ist es keine Flüchtlingsarbeit, sondern integrative Arbeit, Menschen aus verschiedenen Kulturen finden zusammen…
- andererseits ist es doch Flüchtlingsarbeit, weil es immer noch sehr Vieles gibt, wo die Flüchtlinge besondere Unterstützung und Beratung brauchen. Und so kommen sie weiterhin zu uns mit ihren Fragen und Nöten.
- Immer wieder gibt es große Unsicherheiten mit den Papieren und dem Aufenthaltsstatus. Menschen wird die Abschiebung angedroht, entweder in ihr Heimatland oder über das „Dublinverfahren“ in Länder über die sie nach Europa eingereist sind. Immer wieder taucht die Frage nach Kirchenasyl auf als letztes Mittel einen Menschen, eine Familie vor der Abschiebung zu schützen.
- Andere brauchen die Begleitung zu schwierigen Gesprächen beim Rechtsanwalt oder beim Jobcenter
- Es kommt auch immer wieder zu Konflikten in den Unterkünften
- Sehr sehr viele kommen der Bitte bei der Wohnungssuche zu helfen, da sind wir aber genauso hilflos wie sie, die Wohnungsnot ist zu groß!
- Ab und zu bekommt doch jemand eine Wohnung und kann ausziehen und braucht dann plötzlich alles auf einmal, Möbel und Haushaltsgegenstände etc
- Kinderwägen sind immer noch Mangelware, wenn noch jemand einen Kinderwagen abgeben kann…?
Und über all den Alltagssorgen hängt der Kummer, die Trauer, das Entsetzen und die Verzweiflung über das, was in den Heimatländern passiert.
Wir haben viel zu wenig Gelegenheit diesen Gefühlen einen Ort zu geben! Einen Raum der Stille, in dem Kerzen angezündet werden können für all die Menschen um die man in Angst und Sorge ist.
Aber was wirklich neu war in den letzten Monaten war unser Angebot zum Frauenfrühstück am Samstagvormittag. Einmal pro Monat laden wir alle Frauen ein. Zunächst wird üppig getafelt und beim Essen werden erste Kontakte geknüpft. Es ist eine sehr schöne Gelegenheit bei der die Frauen und Kinder aus den ganz verschiedenen Kulturen zusammenkommen und sich kennenlernen können. Wir haben den Austausch unter das Motto „Kindheit in verschiedenen Kulturen“ gestellt. Das Gespräch wird professionell geleitet von Ulrike Brandt (Koordinatorin im Pfarramt Asyl). Gleichzeitig werden die Kinder betreut. Es ist beglückend über die eigenen Kindheit miteinander ins Gespräch zu kommen. Und erstaunlicherweise funktioniert das trotz Sprachengewirr. Und gleichzeitig erfährt man Einiges , was weiterhelfen kann im Umgang mit den eigenen Kindern und zum besseren Verständnis von deren Schwierigkeiten.
Ein tolles Beispiel für gelingende Integration war unsere Einladung zum Fasching! Die rheinischen Bläck Fööss haben per CD ordentlich eingeheizt. Die Polonaise wurde von sanfteren Akkordeontönen begleitet. Die Kinder konnten sich Schminken lassen und das Essensangebot ließ nichts zu wünschen übrig.

Letzte Änderung amDonnerstag, 19 April 2018 14:29
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