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Auf dem Weg zur Gesamtkirchengemeinde

Rückblick auf die Gemeindeversammlungen in Uhlbach und Obertürkheim

Die Kirchengemeinderäte in Uhlbach und Obertürkheim haben 2019 beschlossen, dass die beiden Gemeinden eine Gesamtkirchengemeinde bilden sollen. Um die Gemeindeglieder über den Stand der Beratungen zu informieren und um Meinungen und Ideen zu dem Vorhaben zu hören, fanden am 22. September in Uhlbach und am 11. Oktober in Obertürkheim Gemeindeversammlungen statt.

Beide Versammlungen waren nicht überfüllt, aber es haben sich doch viele interessierte Gemeindeglieder eingefunden, die ihre Sorgen über den Stellenabbau von zwei 75%-Pfarrstellen auf eine 100%-Stelle zum Ausdruck brachten. Pfarrer Spaeth wies auf den gravierenden Unterschied hin, der die Aktivitäten der Gemeinde treffen wird, wenn es nur noch eine 100%-Stelle für beide Gemeinden geben wird. Die Gemeindeglieder werden noch mehr gefordert werden, den Zusammenhalt einzuüben, die Besuchsdienste auszubauen und sich bei dem einzubringen, was ihnen in der Gemeindearbeit am Herzen liegt.

In Uhlbach wurde der Wunsch geäußert, dass der Pfarrer auch weiterhin noch Zeit für die seelsorgerlichen Aufgaben haben soll. Zudem wurde der Zusammenhalt in Uhlbacher Gemeinde als großer Schatz betont sowie die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit, Seniorenarbeit und Kirchenchorarbeit. Kontrovers diskutiert wurde der Zeitpunkt, zu dem sich die Kirchengemeinde Obertürkheim der Regenbogeninitiative angeschlossen hat, um die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare zu unterstützen. Die Entscheidung der Kirchengemeinde Obertürkheim hat aber auf die Gesamtkirchengemeinde oder auf Uhlbach keine direkte Auswirkung. Der Uhlbacher Kirchengemeinderat wird das Thema in der kommenden Legislaturperiode selbst einmal aufgreifen.

In Obertürkheim war die Bestürzung groß, dass die Zuständigkeit für das Haus am Weinberg der Pfarrstelle Untertürkheim angegliedert werden soll. Die gewachsene Beziehung zwischen Obertürkheim und dem Haus am Weinberg wird offensichtlich sehr geschätzt.

Diskutiert wurde, wie die Fortsetzung des Konfirmandenunterrichts in beiden Gemeinden gewährleistet werden kann, so dass den Jugendlichen ihre Heimatgemeinde weiterhin Heimat bleibt. Fragen kamen in dem Zusammenhang auf, wie sich die weitere Zusammenarbeit mit Pfarrer Ralf Vogel und der Verortung der Nachtschicht in Obertürkheim auswirken wird und wie sich die verschiedenen Be­reiche und die verschiedenen Interessengruppen im Gemeindeleben möglichst gut ergänzen können.

Welche Auswirkungen im Einzelnen die Planungen für das Stadteilzentrum im Luthersaal der Andreaskirche auf die weitere Entwicklung der Gemeinde in Obertürkheim haben wird, war noch nicht abzusehen. Finanziell würde dies aber der Gemeinde ermöglichen, durch die Mietzahlungen der Stadt die Gebäude der Andreaskirche und der Petruskirche zu erhalten und die begonnene integrative Arbeit für den Stadtteil, die im Willkommensraum stattgefunden hat, fortzusetzen.