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Der Schlangentöter

andreaskirche auferstehungsfenster oben2Andacht: Der Schlangentöter
Christus, der Schlangentöter- das wäre einmal eine andere Überschrift über unser Auferstehungs- und Himmelfahrtsbild im Chor der Andreaskirche in Uhlbach. Kinder entdecken die grüne Schlange ziemlich schnell. Nach einigem Suchen sehen sie auch den Schlangenkopf unter Jesu rechtem Fuß. Mit der Siegesfahne hat er die schlängelnde Gefahr ebenfalls gebannt. Das ist beruhigend.

Jesus hat die Gefahr gebannt, die Schlange dingfest gemacht. Noch nie war ich in der Wüste. Noch nie hat mich eine Schlange gebissen. Und doch weiß ich, wie gefährlich und todbringend ein Schlangenbiss sein kann. Im Alten Testament ist die Schlange das Symbol für das Böse. In der Paradiesgeschichte verleitet sie die Menschen dazu, vom Baum der Erkenntnis zu essen. Die Menschen wollten sein wie Gott: allwissend und allmächtig. Wissensdurstige Menschen haben Fortschritte in Medizin und Technik für die Menschheit errungen. Männer und Frauen, die Macht haben, können diese segensreich einsetzen für andere. Das andere aber gab und gibt es zu allen Zeiten: Menschliche Fehlentscheidungen, Machtgier und Machtmissbrauch; die Vorstellung, ohne Gott leben zu können, ja sogar wie Gott Leben neu zu schaffen, ins ewige All fliegen zu können und es zu beherrschen. Und auch das ist geblieben: Krankheit, Unfall und andere Gefahr. Das Böse hat viele Gesichter und viele Namen. In unserem Glasfenster ist Jesus als Sieger über die Schlange, über das Böse, über Sünde und Tod dargestellt. Das Jahr 2013 ist noch jung. Die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern ist in diesem Jahr kurz. Die Sehnsucht nach Frieden, die alle Welt an Weihnachten bewegt hat, bleibt. Eines ist sicher, auch in diesem Jahr müssen wir gegen das Böse und für den Frieden kämpfen und eintreten. Wir haben das Bild von Jesus als dem Schlangentöter. Er besiegt den Tod und rettet unser Leben. Ostern und Weihnachten bringt Paul Gerhard in einem Weihnachtslied zusammen:

Jakobs Stern ist aufgegangen,
stillt das sehnliche Verlangen,
bricht den Kopf der alten Schlangen
und zerstört der Höllen Reich. (EG 39,5)

Werfen wir noch einen Blick auf den unteren Teil des Glasfensters. Links unten sehen wir den Apostel Andreas mit den überkreuzten Armen und Petrus mit dem Himmelsschlüssel. Rechts außen sitzt Christus und lehrt die Seinen, was Frieden und Versöhnung ist.

Herzliche Grüße

Ihre Pfarrerin Margarete Goth

Letzte Änderung amFreitag, 13 Mai 2016 10:20